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Biken

Im Flow Rausch – richtig biken soll gelernt sein.

Die Finger kribbeln. Der Blick nach unten. Tief noch mal die Lungen mit frischer Bergluft füllen. Ein Kopfnicken zum Buddy und den Fuß auf das Pedal. 1200 Höhenmeter flowiger Trail steht uns bevor. Das sind die Momente kurz bevor du durch die Kurven braust, schwerelos über Felsen rollst und über Sprünge fliegst. Pure Glücksgefühle durchströmen deinen Körper und zaubern ein fettes Smile ins Gesicht.

Nach 3 ultimativen risk´n´fun Freeride Camps im Winter war es dieses Jahr endlich soweit – es musste eine Sommer Alternative zum Powdern her. Das Bike Camp in Sölden kam da genau richtig. 4 Tage mit risk´n´fun Trainern Trails erkunden, Technik aufpolieren und das Bike kennenlernen – perfekt für mich als relativer Neuling am Drahtesel.

Nose-Wheelie mit dem Bike - Bike Republic Sölden
© Rudi Wyhlidal / Risk’N’Fun

Zuerst einmal „Nasstraining“

Richtig bremsen, Steilkurven fahren, Bunny Hops und Willies sollen geübt sein. Dafür ist Trockentraining (das in unserem Falle zum Nasstraining wurde) genau das Richtige. Üben am Parkplatz mit Tipps von den Trainern war die Devise, bevor es rauf auf den ersehnten Berg ging.

Oben angelangt, eine Runde gemütliches Einrollen auf der Blue Line. Danach konnten uns auch Regen und Matsch nicht davon abhalten die rote „Träer Line“ runter zu brettern. Mit jedem Run wurde die Motivation größer, der Speed höher und die High Fives lauter. Die anfängliche Unsicherheit verging mit jedem Spritzer Schlamm mehr auf der Kleidung. Und am Ende des Tages diente die Bike Wash Anlage nicht nur, um die Räder sauber zu bekommen.

Die Crew

Matsch und gute Laune auf dem Bike - Bike Republic Sölden
© Rudi Wyhlidal / Risk’N’Fun

Die Schlammschlacht am ersten Tag hat den Teamspirit schon auf die Probe gestellt: Regen, Dreck im Gesicht (wie viel Dreck und wie viel Kuhscheiße war, ist noch zu eruieren) und Kälte. Wie fanden wir’s? Ziemlich geil! Die fetten Grinser im Gesicht waren nur ein Beweis dafür.

Die Gruppe ist eine der wichtigsten Komponenten eines guten Bike Tages. Sich gegenseitig pushen und an die Grenzen bringen, aber auch nein sagen, muss ok sein.

Das eingeführte „Buddysystem“ hat jeden von uns dazu veranlasst, auf einen jeweils anderen zu schauen. Deinem Shredbuddy hast du Feedback und Tipps gegeben, aber auch probiert ihm auf den Trails am Hinterreifen zu bleiben. Dieses gegenseitige Beobachten und Helfen hat die Gruppe zusammengeschweißt und die Möglichkeit geschaffen voneinander zu lernen.

Über sich hinausfliegen

Sprung mit dem Bike - Bike Republic Sölden
© Rudi Wyhlidal / Risk’N’Fun

Am ersten Tag von der Gondel aus beobachtet und als „bisd deppat da spring i nie im Leben“ abgetan, war die Sprung-Thematik für mich gegessen. Dachte ich zumindest…

Gleich zu Beginn des zweiten Tages sind wir bei dem gesehenen Gap Jump stehen geblieben, haben die Bikes auf die Seite gelegt und den Sprung zu Fuß unter die Lupe genommen. Passen die Bedingungen? Wie muss ich abspringen und mit welchem Speed? Kann ich das? Vom Großteil der Gruppe als easy machbar bewertet, ging es dann in die Offensive. Zuerst mal dem Trainer zuschauen wie’s gemacht wird und dann selber ran.

Schlussendlich haben alle Teilnehmer den inneren Schweinehund überwunden und sind gesprungen. Ja auch ich.

An diesem Tag sind wir noch ein paar Mal stehengeblieben zum Begutachten und Analysieren. So ist auch die Schwarze Line fahrbar für uns geworden. Wer hätte das vor einem Tag noch gedacht?

Geht nicht gibt’s nicht – mit der richtigen Anleitung ist alles zu schaffen

Biker auf der
© Rudi Wyhlidal / Risk’N’Fun

Das hat auch der letzte Tag wieder bewiesen. Am Programm – Singletrails: natürliche Trails, auch Wanderwege, die oft technischere Passagen beinhalten. Nicht lange und wir sind zu einer für den Großteil der Gruppe nicht fahrbaren, steilen und mit Felsen durchsetzte Doppelkurve gekommen. Absteigen und Tragen war für uns an diesem Tag keine Option. Wieder wurde der Trail genau unter die Lupe genommen. Gemeinsam haben wir die beste Line gesucht und analysiert, wie wir sie zu fahren haben. 3 Spotter haben sich in die Kurven und im Steilstück hingestellt, und los ging’s. Einmal, zweimal, dreimal – rauf aufs Bike, probieren, fallen (und gut aufgefangen werden), wieder rauf und noch einmal. Der Ehrgeiz hat uns gepackt und nach gefühlten 20 Versuchen und motivierenden Tipps hat es schlussendlich geklappt. Ein Erfolgserlebnis pur.

Ein Wochenende gefüllt mit Flow-Trails & technischen Passagen, Patschen und Pannen, Überwindungen & Erfolgserlebnissen. Risk´n´fun hat es wieder einmal geschafft eine risikobehaftete Sportart mit Suchtpotenzial mit bewusster Wahrnehmung, Situationsbeurteilung und Entscheidung zu verbinden.

So Bike Republik Sölden – die meisten Trails sind bezwungen. Wir freuen uns aufs nächste gemeinsame Shredden – Pläne stehen auf jeden Fall schon!

(Titelbild: © Rudi Wyhlidal / Risk’N’Fun)

Mehr über die risk’n’fun Alpine Professionals und deren Kursangebote zu Biken, Freeriden und Klettern erfährst du HIER auf der offiziellen Website.

Gastautorin Verena Stahl

Verena Stahl ist durch und durch ein Outdoorchick. Neben dem Masterstudium ist noch genügend Zeit zum Powdern, Surfen und jetzt auch Biken. Bei risk´n´fun ist sie seit 4 Jahren als motivierte Teilnehmerin dabei.

Gastautorin Verena Stahl - Bike Republic Sölden
© Verena Stahl

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Harbe Line mit Blick auf Sölden - Bike Republic Sölden

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... verschiedene Gastautoren berichten über ihre Erfahrungen im Ötztal / in Sölden / in Obergurgl-Hochgurgl.

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